Bewegtes

  • 11.04.2018

    „Aufrecht gehen zu lernen ist nicht leicht“

    Am 11. April 1968, es war ein Gründonnerstag, fuhr Rudi Dutschke mit dem Fahrrad zu einer Apotheke am Kurfürstendamm. Er wollte Nasentropfen für seinen Sohn kaufen. Ein 23-jähriger Mann trat auf ihn zu, zog eine Pistole, beschimpfte Dutschke als „dreckiges Kommunistenschwein“ und drückte dreimal ab. Rudi Dutschke wurde zweimal in den Kopf und einmal in die Schulter getroffen ... Mehr
  • 02.03.2018

    Bei der Essener Tafel geht es um Sozialpolitik

    In der Diskussion um die Tafeln sollte es nicht um Flüchtlinge gehen, sondern um Armut Was gerade an den Essener Tafeln passiert, zeugt von einer glatten Sechs im sozialpolitischen Zeugnis aller vorangegangenen Bundesregierungen. Wenn eine Sozialpolitik Millionen Menschen in die Armut abstürzen lässt und das kostenlose Ehrenamt gleichzeitig den Sozialstaat ersetzt, dann ist etwas faul im Staate Deutschland ... Mehr
  • 01.03.2018

    Equal Care Day | Brief an mein Enkelkind

    Anlässlich des #EqualCareDay 2018, der auf die immer noch mangelnde Wertschätzung für Sorgearbeit aufmerksam macht, habe ich einen Brief an die übernächste Generation geschrieben: Mein liebes Enkelkind, ich bin schon ganz neugierig, wie es Dir in Deinem Leben so ergehen wird. Ich hoffe sehr, dass Du einmal selbst darüber entscheiden kannst, wie Du Deine Zeit einteilst ... Mehr
  • 22.02.2018

    Weg mit Paragraph 219a

    Heute wird das erste Mal im Bundestag über die Abschaffung des Paragraphen 219a aus dem Strafgesetzbuch gesprochen. Ärztinnen und Ärzte dürfen zwar unter gewissen Umständen Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, aber sie dürfen nicht darüber informieren. Das ist absurd. Zuletzt wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe von 6 ... Mehr
  • 22.02.2018

    Fahrscheinloser ÖPNV ist möglich

    Der fahrscheinloser Nahverkehr ist eine Vision, für die wir bis vor kurzem noch von allen Seiten angegriffen wurden. Jetzt ringt sich auch langsam die Bundesregierung zu der Erkenntnis durch, dass die Lösung unserer sozialen, infrastrukturellen und ökologischen Probleme nicht im individuellen Autoverkehr liegt ... Mehr
  • 27.01.2018

    Ein weiterer deutscher Kniefall vor Erdoğan

    In Köln haben haben mehrere zehntausend Menschen sehr eindrucksvoll gegen den Krieg der Türkei in Afrin demonstriert. Unter ihnen waren auch besonders viele Kurdinnen und Kurden aus Rojava und Afrin. Sie erzählten mir aus ihrer vom Krieg bedrohten Heimat. In Afrin leben gerade ungefähr eine Million Menschen und viele haben Angst vor der türkischen Armee und den bewaffneten islamistischen Milizen ... Mehr
  • 27.01.2018

    Gedenkstättenbesuch für jede Schülerin und jeden Schüler ermöglichen

    Vor 73 Jahren öffneten die Soldaten sowjetischer Divisionen am 27. Januar die Tore der Lagerkomplexe von Auschwitz. Seit 21 Jahren ist dieser Tag in Deutschland offizieller Gedenktag, seit gut einem Jahrzehnt auch international „Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“. Dieser Tag steht symbolisch für den Anfang des Endes der nationalsozialistischen Massenmordmaschinerie ... Mehr
  • 31.12.2017

    Auf ein gutes, auf ein besseres Jahr 2018!

    Was mir zu diesem ausklingenden Jahr 2017 einfällt, ist ein Zitat von Simone de Beauvoir: „Es ist Aufgabe des Menschen, dem Reich der Freiheit inmitten der gegebenen Welt zum Durchbruch zu verhelfen.“ Ich wünsche Ihnen und euch allen ein gutes, ein besseres Jahr 2018! Mehr
  • 03.11.2017

    Ändere diese Welt, sie braucht es!

    Ich danke den Organisator*innen dieses Ereignisses, dass sie die Debatte um Universalismus auf die Tagesordnung gesetzt haben! Den Universalismus der Menschenrechte. Die Menschenrechte stehen allen gleichermaßen zu – und das ganz unabhängig vom Geschlecht und Herkunft. Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: das heißt auch unabhängig davon, ob die Menschen einen deutschen Pass haben oder nicht ... Mehr
  • 20.10.2017

    In der EU wächst die Zustimmung zum Grundeinkommen

    ... Mehr
  • 05.10.2017

    Katalonien: Die Demokratie in Europa ist in Gefahr

    In diesen Stunden schaut Europa mit gemischten Gefühlen nach Katalonien. Wir sind sehr besorgt, dass die spanische Regierung die Situation eskalieren lässt. Polizeiliche Repressionen und Gewalt sind niemals die Lösung für einen politischen Konflikt, ganz unabhängig von der Einschätzung der Rechtslage ... Mehr
  • 18.09.2017

    Wie wäre es mit mehr Zeit?

    Wie wäre es mit mehr Zeit? Eine politische Kolumne, veröffentlicht in der Zeitschrift „Die Mediation. Fachmagazin für Wirtschaft, Familie, Kultur und Verwaltung“, September 2017. Mehr
  • 13.09.2017

    Ein Land für alle, die hier leben

    [Berliner Rede zur Integrationspolitik] Denn die Frage der Migration und Einwanderung bewegt einfach sehr viele Menschen im Land. Das erfahre ich gerade in vielen Gesprächen. Manchmal scheint es mir, als wäre der Flüchtling, wie Brecht es einmal sagte, nur der Bote des Unglücks. Er erinnert uns an unsere eigene Verwundbarkeit und sagt uns, dass auch unsere eigene Welt nicht mehr in Ordnung ist. Unsere Welt befindet sich im Wandel, und die Flüchtenden sind Boten dieses Wandels. Insoweit heißt für mich über Integration reden, auch über uns zu reden. Wer ist das „Wir“ in unserem Land? Wer gehört dazu - und wer nicht? Mehr
  • 18.07.2017

    Das Grundeinkommen als Katalysator für Arbeitszeitverkürzung und Zeitsouveränität

    Die IG Metall hat jüngst die Ergebnisse einer Befragung Beschäftigter zur Arbeitszeit veröffentlicht. Die Ergebnisse sind sehr interessant und bestätigen den Wunsch vieler, ihre Arbeits- und Lebenszeit selbstbestimmt einzuteilen. Und es spricht für die IG Metall, dass sie das wichtige Thema Arbeitszeit so umfassend aufgreift ... Mehr
  • 15.06.2017

    Zeitsouveränität für alle

    [Meine Rede zur Zeitsouveränität im WZB Berlin] Die Themen Kämpfe um Zeit und Zeitsouveränität beschäftigen mich schon eine ganze Weile. Und es ist für mich eine Ehre, hier im WZB dazu mit Ihnen diskutieren zu können. Schließlich haben das WZB und Sie, Frau Allmendinger, ganz persönlich viel dazu beigetragen, dass dieses Thema aus dem Schattendasein heraus und ins Rampenlicht kommt ... Mehr
  • 03.05.2017

    Europa konkret machen

    Weil unsere Grenzpolitik versagen will, hilft die Zivilgesellschaft: Es gibt trotz aller europäischen Krisen auch eine Solidarität der Europäer*innen. Allein über Ostern diesen Jahres wurden über 8.000 Menschenleben im Mittelmeer gerettet. Geholfen haben nicht nur die obligatorische Küstenwache, oder ... Mehr
  • 25.04.2017

    Zeit der Monster – Zeit der Hoffnung

    Der Aufstieg des Rechtspopulismus, die Krise des Neoliberalismus und linke Gegenstrategien: Kaum ein Zitat eines kritischen Theoretikers ist in letzter Zeit so häufig zur Beschreibung der Weltlage angeführt worden, wie das folgende: „Eine Krise ist der Zustand, in dem das Alte abstirbt, aber das Neue noch nicht zur Welt kommen kann ... Mehr
  • 10.03.2017

    „Wir sind Menschen wie ihr. Wir haben ein Recht darauf, zu lernen und zu leben!“

    Lektion in punkto Menschenrecht Alles was er will, ist einen Beruf erlernen und davon leben. „We are humans as you. We have the right to learn and to live.“ Wir sind Menschen wie ihr. Wir haben ein Recht darauf, zu lernen und zu leben – richtet sich Arasch an uns. Wir stehen in den Lagerhallen, den so genannten „baracks“, in denen sich 500 bis 1 ... Mehr
  • 14.02.2017

    Marx und Grundeinkommen – Vier Zugänge für heute und später

    Karl Marx und Friedrich Engels haben sich nicht mit der Idee des Grundeinkommens beschäftigt. Aber sie entwarfen Ansätze, die das Grundeinkommen befördert: Aufhebung des Zwangs zum Verkauf der Arbeitskraft, die Verteilung gemäß den Bedürfnissen, Arbeiten und Leben in den Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung, Arbeitszeitverkürzung und Entwicklung individueller Fähigkeiten. Mehr
  • 13.01.2017

    Grundeinkommen und das Experiment in Finnland

    In den letzten Wochen wurde ich wiederholt gefragt, was ich von dem Experiment in Finnland halte. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass es sich bei dem Projekt nicht um ein Grundeinkommen im wirklichen Sinne handelt. Erwerbstätige müssen für die eigene Existenzsicherung weiterhin um jeden noch so miesen Arbeitsplatz kämpfen – manche bis zum Burnout ... Mehr
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Prager Frühling - Magazin fr Freiheit und Sozialismus