13.01.2015

… der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.

Mit der Geschäftsstelle und dem Vorstand der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. traf ich mich zu einem interessanten Gedankenaustausch. Wir sprachen über die wichtige Bedeutung, die soziokulturelle Zentren sowohl für die informelle Bildung von Erwachsenen und Jugendlichen als auch für eine demokratische Kultur insgesamt haben. Hier gibt es eine Menge Potential – gerade auch im Hinblick auf die Integration und Inklusion von sozial ausgegrenzten Gruppen. Bei dem Gespräch wurden allerdings auch aktuelle Probleme deutlich. Zum einen fehlt es an einer verlässlichen institutionellen Förderung des soziokulturellen Engagements. So gut und wichtig einzelne Projekte sind, kann nachhaltige Kulturförderung eben nicht nur daraus bestehen. Insofern ist es wirklich alarmierend, dass mir berichtet wurde, dass es innerhalb der letzte 6 Jahre eine Halbierung der festen Stellen im Bereich der Soziokultur gab. Dahinter stehen nicht zuletzt auch die seit Jahren betriebenen Kürzungen der öffentlichen Arbeitsmarktsförderung. Dieser Trend zur Prekarisierung des gesellschaftlichen Engagements muss gestoppt und umgekehrt werden. Zum anderen ist es ein Skandal, dass die überfällige Einführung des Mindestlohns sich zum Problem für freie Träger entwickelt, da nun zwar endlich höhere (wenngleich im Ergebnis immer noch zu niedrige) Löhne gezahlt werden, die öffentliche Förderung aber nicht entsprechend angepasst wird. Damit untergräbt die Bundesregierung fahrlässig die Akzeptanz der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns und zeigt, dass sie sozialpolitisch vor allem Schaufensterpolitik betreibt. Ich werde mich dagegen für eine angemessene Förderung des soziokulturellen Engagements einsetzen – und sehr gerne bleiben wir mit den soziokulturellen Zentren in Kontakt.

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