29.05.2009

Brauchen wir eine neue Klima-Kultur

TAZ Kurzinterview

Brauchen wir eine "Klima-Kultur" - und eine gesellschaftliche Elite, die diesen Lebensstil mit Öko-Faktor vorlebt? Und wenn ja, wie kriegen wir sie?

Eine „Klima-Kultur“ brauchen wir. Das ist auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit, denn die Folgen des Klimaschocks werden die ärmsten Länder zuerst und in besonderer Härte treffen. Die Effizienzrevolution alleine wird nicht ausreichen, um die nötige CO2-Einsparung zu erreichen. Hier gehört die Wachstumslogik in Gänze auf den Prüfstand.

Die Idee eine Öko-Elite reißt mich allerdings nicht vom Hocker. Als Sozialpolitikerin kämpfe ich vielmehr darum, dass sich jeder ökologisch bewussten Konsum, also das Brot vom Biobäcker und die stromsparende Waschmaschine auch leisten kann.

Was ist Ihr Lieblings-Öko-Faktor in Ihrem persönlichen Lebensstil?

Strom beziehen, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommt und – wenn es mein Zeitplan zulässt – Lebensmittel von Ökohöfen in der Dresdner Verbrauchergemeinschaft einkaufen. Ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch besser.

Wer sind für Sie (prominente) Vorbilder für einen Lebensstil mit

Ökofaktor, der Ihnen nachahmenswert erscheint?

Von Vorbildern im monolithischen Sinne halte ich recht wenig. Was mich aber wirklich inspiriert hat, war der Roman Ökotopia von Ernest Callenbach, in dem eine ökologische Gesellschaft durchgespielt wird.

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