24.08.2011

Perspektivwechsel

Ein Arbeitstag in der Pflege


Eigentlich war mir vorher klar, dass diese Tätigkeit zu den schwersten überhaupt gehört - aber ich wollte aus erster Hand wissen, welch eine enorme physische, vor allen Dingen aber psychische Kraft diese Arbeit kostet. Mein Respekt vor den Pflegerinnen und Pflegern ist noch einmal ein ganzes Stück gewachsen. Ich möchte jetzt nicht mit einem Bericht über das langweilen, was ich ich an diesem Tag alles rein körperlich getan habe, sondern darauf verweisen, dass diese Arbeit eine wahrhaft philosophische Dimension hat. Das Menschsein endet mit dem Tode und die Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen haben im Prinzip ganz genau das zu sichern: dass das Menschsein nicht schon vor dem Tode endet.

Den Bewohner_innen im Seniorenzentrum Großzschachwitz kann man übrigens gratulieren. Die Zuwendung, welche die alten Menschen dort erfahren, hat mich sehr berührt. Nichts war da gespielt für den "hohen Besuch", wie ich im zufälligen Gespräch erfahren konnte.
Etwa 240 Senior_innen leben dort, und mit leben meine ich leben im besten Sinne.
Einziger Wermutstropfen: die Beschäftigten bekommen - wie überall in diesem Bereich - wesentlich weniger, als sie verdienen.

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