26.05.2011

Turbulente Woche

Anfang Juni in Dresden - alles außer Ruhe

Religionsfreie Zone in Dresden

Etwa 100.000 Besucher werden zu einer religiösen Großveranstaltung in Dresden erwartet. Der Evangelische Kirchentag wird für 5 Tage Dresdens Takt bestimmen. Die Meinungen darüber sind - vornehm ausgedrückt - geteilt. Werben die Veranstalter für eine große, friedliche Schaffe mit Begegnung, Gespräch und Kultur, betrachten viele Ostdeutsche das Ereignis als geschickt verpackten und mit enormen Steuermitteln subventionierten Re-Missionierungsversuch im "gottlosen Osten".

Evangelischer Kirchentag. Auch in Dresden

Als Atheistin und engagierte Sozialpolitikerin habe ich mich entschlossen, es Ausrichtern wie Kritikern gleichermaßen recht zu machen. So bin ich gern der Einladung des Kirchentags gefolgt und werde mich an Podiumsdiskussionen beteiligen. Ebenso freue ich mich aber über das spannende, viertägige Programm der Organisatoren der "Religionsfreien Zone" im Dresdner Kino "Schauburg",die mich ebenfalls eingeladen haben.

Hier meine Termine:

Freitag, 03.06.2011, 11.30 Uhr bis ca. 13.00 Uhr

33. Deutscher Evangelischer Kirchentag

Messegelände, Stand der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Halle 4, Stand B 15

"Der entscheidende Unterschied"

Das Grundeinkommen in Namibia

Buchpräsentation und Journalistengespräch

mit

Katja Kipping, stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag

und

Bischof Dr. Zephania Kameeta , Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche , in der Republik Namibia

Mitglied der Basic Income Grant Coalition Namibia

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Freitag, 03.06.2011, 17.00 Uhr,

Religionsfreie Zone im Kino Schauburg, Königsbrücker Straße

"Caritas und Diakonie – Ist Wohlfahrt ohne Kirche möglich?"

Ohne die Kirchen gäbe es kaum noch Kitas, weniger Krankenhäuser, Seniorenheime, Hospize usw. Dieses Argument der Christen hört man häufig. Aber stimmt es auch? Sind Caritas und Diakonie unverzichtbare Elemente der Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft? Oder doch nur Mittel zum Zweck, um die eigene Mitgliedschaft zu betreuen und zu vermehren?

Diesen und vielen weiteren Fragen gehen wir in einer Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Sozialwirtschaft nach. U.a. mit:

Michael Bauer, Humanistisches Sozialwerk Bayern, Dr. Heidi Knake-Werner, Volkssolidarität Berlin, Katja Kipping, MdB, Die Linke

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Samstag, 04.06.2011 1.00 bis 13.00 Uhr

Technische Universität, Hörsaalzentrum, Hörsaal 1, Bergstr.

"Freiheit von Not - Soziale Grundsicherung in einer globalisierten Welt"

Verteilungsgerechtigkeit als Garantie für Menschenwürde und Existenzentfaltung

Bischof Dr. Zephania Kameeta, Windhoek/Namibia

Susanne Wiest, Grundeinkommensaktivistin, Greifswald

Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk in Hessen und Nassau, Frankfurt/Main

Katja Kipping MdB, stellv. Parteivorsitzende, Dresden

Moderation: Bettina von Clausewitz, Essen

Anwältin und Anwalt des Publikums:

Dr. Lucimara Brait-Poplawski, Stuttgart

Jörg Göpfert, Lutherstadt Wittenberg

Kabarett: Yaelle Dorison, Dresden

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Auf folgende Veranstaltungen - ohne mich - möchte ich auch noch hinweisen und sie wärmstens empfehlen:

Evangelischen Hochschule, Hochschulvilla und Garten, Wienerstr. 58, 01219 Dresden 02.06.2011, 17.00 -19.00 Uhr

"Abgesichert leben - Trägt das bedingungslose Grundeinkommen zur Absicherung bei?"

Die Studierenden und Lehrenden der Evangelischen Hochschule diskutieren mit Prof. Friedhelm Hengsbach SJ und Ronald Blaschke die Frage nach dem Grundeinkommen.

Nach Eröffnungsimpulsen aus beiden Perspektiven wird die Diskussion auf einem Podium mit Studierenden und Lehrenden der ehs und weiteren ExpertInnen (z. B. Prof. Niko Paech - Uni oldenburg, Prof. Harald Wagner - EHS) geführt.

danach ab 20 Uhr "Buntes Leben": Hochschulbands, Filme, Lagerfeuer, Snacks....

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Samstag, 04.06.2011, 20.00 Uhr, Kino Schauburg, Königsbrücker Straße

„Lieber Gott, ich mach dich fromm, wenn ich in den Himmel komm!“

Wiglaf Droste und Thomas Gsella mit Beiträgen zum besseren Religionsverständnis

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