14.02.2011

Stadtverwaltung kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen

Menschenkette auch für 19. Februar

Dresden, 13. Februar 2011

Es ist gut, dass sich am 13.2. so viele Dresdnerinnen und Dresdner in die Menschenkette in der Dresdner Altstadt eingereiht haben. Allerdings muss sich auch in der Dresdner Stadtverwaltung die Erkenntnis durchsetzen, dass damit das Problem von Naziaufmärschen in Dresden nicht beseitigt ist. Für den 19. Februar mobilisieren die Nazis europaweit für ihr eigentliches Großereignis.

Dies macht einerseits deutlich, dass es ihnen überhaupt nicht um das Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 geht, sondern die Stadt lediglich über dieses Datum als Exerzierplatz faschistischen Gedankengutes benutzt wird.

Andererseits zeigt es allerdings auch auf, dass die Fixierung des offiziellen Dresden auf den 13. Februar als Gedenktag zu kurz greift.

Ich fordere die Dresdner Stadtspitze deshalb auf, nicht zu kneifen und für den 19. Februar erneut zu einer Menschenkette zu mobilisieren. Weiterhin erwarte ich vom Dresdner Ordnungsamt und der Stadtverwaltung, dass sie endlich die Behinderung des Bündnisses Dresden Nazifrei beenden, Proteste gegen das Treiben der Nazis nicht länger kriminalisieren und dem Beispiel anderer deutscher Städte folgen, indem sich die Stadtpolitik in die erste Reihe gegen die Nazi-Umtriebe stellt!

Der 13.Februar 2011 hat, jenseits der Menschenkette, wiederum gezeigt, dass friedlicher Widerstand gegen die Nazis möglich und keineswegs das Werk von kriminellen Chaoten ist.

Schlagwörter

Ausdrucken | Seitenanfang

Wer flchtet schon freiwillig?
BAG Grundeinkommen