29.01.2011

Frigga Haug: Die Geschichte erinnern und aufheben

Vor 23 Jahren schrieb Oskar Lafontaine zur Gesellschaft der Zukunft. Reformpolitik in einer veränderten Welt. Das Buch erreichte drei Auflagen mit insgesamt 50.000 Exemplaren. Es zog eine Medienkampagne und Empörung in den Gewerkschaften auf sich, weil es einige feste Positionen zu erschüttern suchte: den vollen Lohnausgleich bei Arbeitszeitverkürzung, weil er den in den oberen Einkommen für unrichtig hielt, weil er ein Grundeinkommen und eine radikale Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit auf 6 Stunden forderte, damit die Familienarbeit geteilt werden könnte. Frigga Haug hat dieses Buch damals sorgfältig kritisch durchgearbeitet, die Medienkampagnen ebenso vorgestellt, wie die Reaktionen aus Gewerkschaften und Partei, um dann das ganze Lafontaine-Projekt als Vorlage für eingreifende Sozialforschung zu nutzen. Angesichts der unglaublichen, ja beklemmenden Aktualität 23 Jahre später hat sie den Bericht über das Gesamtprojekt zum Auftakt des Hamburger Wahlkampfes ins Netz gestellt. Er ist ein politisches Lehrstück.

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