10.06.2010

Warum Luc Jochimsen?

Weil Gauck für Linke nicht wählbar ist!

Man hätte darauf wetten können und ich bin mir ziemlich sicher, dass die entsprechenden Meldungen schon fertig geschrieben waren, bevor sich irgendein Politiker der LINKEN überhaupt geäußert hatte.

Der Medienrummel lief sofort auf Hochtouren, vom "besseren Präsidenten" schrieb der Spiegel und BILD brüllte "Yes we Gauck" in Bäckerläden und Bahnhofsbuchhandlungen.

Ich bin froh, dass wir uns auf die Stasi-Diskussion nicht eingelassen haben, sondern darauf hinwiesen, dass ein eifriger Befürworter der AGENDA 2010, deutscher Kriegseinsätze und Liebling der CDU für uns schlichtweg nicht wählbar ist, ganz abgesehen davon, dass Kooperation auf Augenhöhe anders aussieht, als SPD und Grüne uns das vorgemacht haben. Und ich bin weiterhin froh, dass wir dann so klug waren, mit Luc Jochimsen eine eigene Kandidatin aufgestellt zu haben, hinter der zwar nicht die Medien standen, hinter der man sich aber als LINKE getrost sammeln kann.

Seit dem heutigen Artikel von Daniela Dahn in der Süddeutschen Zeitung dürfte auch einigen Gauck-Fans schwummrig werden. Ich hatte schon in der Sendung bei Maybrit Illner am 3. Juni darauf hingewiesen, dass mir Gaucks Engagement in Sachen "Zentrum gegen Vertreibung" nicht ganz geheuer ist. Mit Daniela Dahns Hinweis zu Gaucks Sichtweise auf die Anerkennung der Oder/Neiße-Grenze im Jahre 1950 ist für neuen Diskussionsstoff gesorgt.

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