08.04.2010

Wolken vor der Sonne

Solarstrom kommt ins Stocken

Ein Königreich für ein Solarpferd

Gleichwohl lässt sich mit konventionellen Energieträgern noch ein einträgliches Geschäft betreiben und es soll auch nicht verschwiegen werden, dass eine Abkehr von Heute auf Morgen schlicht unmöglich ist. Aber gerade deswegen ist es ja notwendig, in erneuerbare Energie zu investieren. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz war also ein wichtiger Schritt, um sowohl finanziell, als auch ideell diese Form der Energieerzeugung zu fördern. Es geht letztendlich um unser Weiterleben auf diesem Planeten, nichts weniger. Es ist nun - vorerst - anders gekommen, zumindest im Bereich der Photovoltaik, also der direkten Erzeugung von Elektroenergie aus dem Sonnenlicht.

Hier sollen ab 2010 die Einspeisevergütungen von Strom in die Verbundnetze um 16% gekürzt und Anlagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen gar nicht mehr gefördert werden. Für die Betriebe, die entsprechende Technologie herstellen und vertreiben ist dies nun eine enorme Herausforderung. Der technologische Vorsprung, den deutsche Solar-Unternehmen haben, resultiert zu einem guten Teil aus eben dieser indirekten Förderung über die Einspeisevergütung - wo es sich lohnt, da tüftelt man.
Verständlich also, dass man in den Photovoltaik-Betrieben nicht amüsiert ist, wovon ich mich bei einem Besuch bei SolarWatt in Dresden überzeugen konnte.

430 Arbeitsplätze in einer zukunftsweisenden Technologie sind hier entstanden und stehen nun auf dem Spiel. Wenngleich es mitunter schwierig ist, zwischen den schlichten Profitinteressen der Unternehmen und deren ökologischem Anspruch zu unterscheiden, bleibt doch eine einfache Frage übrig: Was ist uns unsere Umwelt wert?


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