09.03.2010

99 Jahre Internationaler Frauentag

Dresden im März

Schneeflöckchen statt Schneeglöckchen

Eine schmucke Karte vom Parteivorstand und heißen Kaffee statt Blumen. Damit waren ich und einige GenossInnen am Internationalen Frauentag in Dresden unterwegs. Besonders gut kam bei diesem Wetter der Kaffee an - wenn auch nicht bei jedem(r): Toiletten sind rar, in der Innenstadt und wo es sie gibt, sind die Gebühren gesalzen.

Interessant: vor allen Dingen ältere Frauen haben sich gefreut. Oftmals kann man herbe Kritik bezüglich des Frauentages und seiner Bedeutung in der DDR hören oder lesen. Alice Schwarzer forderte gar seine Abschaffung und begründete dies damit, dass der Tag kein Tag der Frauenbewegung, sondern ein sozialistischer Tag sei. Über so viel gestörte Wahrnehmung kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Frau Schwarzer bildet offenbar wirklich ein, die in den sechziger Jahren in Gang gekommene, bundesdeutsche Frauenbewegung sei der Tag Null des weltweiten Kampfes der Frauen um ihre Rechte.

Nun - wie wissen das besser, ältere, aber auch junge Frauen. Eine Studentin kam an unseren Stand und nahm gleich fünf Glückwunschkarten mit: für ihre Kommilitoninnen.

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