05.02.2010

Neulich im Wahlkreisbüro…

…war ein Entwicklungshelfer zu Besuch.

Tätig bei einer renommierten NGO bringt er seine Erdentage damit hin, Not und Elend anderer Menschen in aller Welt zu lindern. Eine Arbeit, für die er nicht nur Dank und Anerkennung, sondern von der ARGE auch noch 131,- monatliche Aufstockung bekommt, damit er nicht selbst in Armut leben muss. Sein Verdienst liegt mit 780,- EUR Netto im Bereich der oft bemühten sächsischen Frisörin.

So weit, so schlimm. Immerhin ist sein Gehalt aber noch so hoch, dass er monatlich 10,- EUR Steuern zahlen muss. Besser gesagt – musste, bis Ende 2009. Dann nämlich gefiel es der deutschen Regierung, die kalte Steuer-Progression, den s.g. „Mittelstandsbauch“ abzuschaffen. Ganz gelungen ist das nicht, denn der Mittelstandsteuerbauch ist lediglich nach unten gerutscht. Seither bezahlt der aufstockende Krisenhelfer 14,- EUR Lohnsteuer im Monat, um so seinen Beitrag zur steuerlichen Entlastung des von Not und Elend geplagten Mittelstandes zu leisten. Ein guter Mensch!

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BAG Grundeinkommen