20.01.2010

Kriminalisierung des zivilen Ungehorsams

Dresden und der 13. Februar - ein hoffnungsloser Fall?

Dresden hat seit etlichen Jahren ein Problem. Jährlich um den 13. Februar, dem Jahrestag der Zerstörung der Stadt im 2. Weltkrieg, fällt ein aus ganz Europa zusammengetrommelter faschistischer Mob in Sachsens Landeshauptstadt ein und heuchelt mit einem s.g. Trauermarsch Betroffenheit.

Und seit Jahren schafft es die Stadt nicht, dem grausigen Treiben Einhalt zu gebieten. Größtes Problem für Dresdens regierendes Kleinbürgertum ist vielmehr der Versuch vieler AntifaschistInnen, mit zivilem Ungehorsam den braunen Spuk zu verhindern, den Marsch der Nazis zu blockieren. Das Vokabular ist alljährlich das gleiche: "Man wolle weder rechte, noch linke Extremisten in der Stadt." Damit befindet man sich im schönen Einklang mit der sächsischen Staatsregierung, welche in die gleiche Kerbe schlägt und Neonazis mit Antifaschisten in einen Topf wirft.

Manchmal könnte man wirklich verzweifeln, an der Erkenntnisresistenz der Dresdner Provinzspiesser. Indess gilt: Wir lassen uns den zivilen Ungehorsam nicht verbieten, wie jedes Jahr gilt: Nazis gemeinsam blockieren!

Na - was sagen Sie dazu? Sie haben richtig gelesen (Link oben)! Die Dresdner Staatsanwaltschaft gibt nicht auf und kriminalisiert den friedlichen Widerstand gegen die Nazis weiter. Wenn Sie sich nun zu fragen beginnen, wo wir hier eigentlich leben: Mit dieser Frage sind Sie nicht ganz allein! Selbstverständlich geht der Kampf um ein nazifreies Dresden weiter - zum Beispiel hier...

Ausdrucken | Seitenanfang

Buch Green New Deal
Kipping oder Kuhle
Neue Linke Mehrheiten
Blockupy