04.02.2021

Tankstelle und Mannschaftstransporte

Dresdner Flughafen ist feste Größe für militärische Operationen

Wie aus der Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine kleine Anfrage der Dresdner Landtagsabgeordneten Sarah Buddeberg hervorgeht, ist das Interesse ausländischer Streitkräfte am Dresdner Flughafen ungebrochen. Laut Antwort des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft und Verkehr, Martin Dulig, flogen allein Helikopter der US-amerikanischen Streitkräfte den Dresdner Flughafen im Jahre 2019 334 Mal, im Jahre 2020 290 Mal an. Dabei handelte es sich um Flugbewegungen durch Kampfhubschrauber des Typs AH 64 „Apache“, sowie von Transporthubschraubern der Typen UH 60 „Blackhawk“ und CH 47 „Chinook“. Die Flugbewegungen dienten laut Minister Dulig der Betankung der Helikopter.

Außerdem wurde der Flughafen in den vergangenen beiden Jahren für Passagiertransporte von Helikoptern und Flugzeugen der Bundeswehr, sowie der belgischen, französischen, ungarischen, britischen, italienischen und Schweizer Streitkräfte genutzt.

Die Antwort der Staatsregierung finden Sie in Anlage.

Dazu erklären die Dresdner Landdtagsabgeordnete Sarah Buddeberg und die Dresdner Bundestagsabgeordnete Katja Kipping:

Im Durchschnitt gibt es täglich militärische Starts und Landungen auf dem Dresdner Flughafen. Damit ist dieser keineswegs als rein ziviler Flughafen zu betrachten. Auch ohne das wegen der Corona-Pandemie abgesagte Manöver „Defender 2020“, bei dem zivile Infrastruktur für militärische Zwecke getestet werden sollte, ist Dresden Bestandteil des Nato-Säbelrasselns in Richtung Russland.

Wir finden: Entspannungspolitik sieht anders aus!

 

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