04.02.2021

Grundrechte dürfen keine Vorrechte für Geimpfte werden

Zur Debatte um die Aufhebung von Corona-Maßnahmen für Geimpfte sagt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

"Von der Debatte über die Rücknahme der Infektionsschutzmaßnahmen für Geimpfte halte ich überhaupt nichts. Das ist ein Einfallstor für die Lockerungslobby. Denn je ausdifferenzierter und unübersichtlicher die Regeln werden, je mehr bröckelt die Akzeptanz für den Infektionsschutz. Das ist nicht hilfreich beim Kampf gegen Corona. Zumal es gerade ein Wettlauf gibt zwischen den weiteren Mutationen des Virus, wo es nur eine Frage der Zeit ist bis eine Mutation entsteht, die gegen alle bisherigen Impfstoffe immun ist und der weiteren Impfkampagne.

Wenn Geimpfte gegenüber nicht Geimpften mehr tun können, sind sie gegenüber den nicht Geimpften privilegiert. Grundrechte sind aber Rechte aller Bürgerinnen und Bürger. Sie betreffen alle als Gleiche. Führt man über den Umweg des Impfens zwei Bürgerstatusformen ein, werden aus Grundrechten Vorrechte. Grundrechte dürfen aber nicht Einzelnen aufgrund von Wohlverhalten oder körperlichen Dispositionen zugesprochen werden."

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