19.11.2020

So nicht, Haribo!

Grußschreiben an die von Betriebsschließung bedrohten Mitarbeiterinnen in Wilkau-Haßlau

Meine sächsischen MdB-Kolleg*innen Sabine Zimmermann, Andrè Hahn, Caren Lay, Sören Pellmann schließen sich dem Protest an

Lieber Kollege Lißner, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit Kopfschütteln habe ich von der geplanten Haribo-Betriebsschließung in Wilkau-Haßlau erfahren. 100 Jahre alt ist Haribo nun - und ich finde, Geburtstage sollte man anders feiern. Einmal mehr entsteht der Eindruck, dass ein Unternehmen aus dem Westen Deutschlands über Jahrzehnte über Niedriglöhne im Osten Gewinne abgeschöpft hat und nun damit in der Tasche von Dannen zieht - egal was aus den Beschäftigten und ihren Familien wird.

Die Rechtfertigung des Unternehmens, ohne unverhältnismäßige Investitionen sei in Wilkau-Haßlau keine effiziente Produktion mehr möglich, erhärtet die These von der verlängerten Werkbank im Billiglohnland Ostdeutschland.

Bitte richte den Beschäftigten meine solidarischen Grüße und die der LINKEN als Partei aus. Ich wünsche ihnen und natürlich Euch als Gewerkschaft Kraft, einen langen Atem und viel Erfolg beim Kampf um den Standort.

Herzliche Grüße - Katja Kipping

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