10.06.2020

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss zur Selbstverständlichkeit werden!

Grußadresse an die Streikenden der Nahrungs - und Genussmittelindustrie

DIE LINKE steht beim Arbeitskampf der Beschäftigten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie fest an der Seite der Beschäftigten

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Den heute begonnen Streiks in den ostdeutschen Betrieben der Nahrungs- und Genussmittelindustrie gehört die ganze Unterstützung der LINKEN. Lohndifferenzen von bis zu 30% zwischen Ost- und Weststandorten der gleichen Firmen sind nach 30 Jahren Deutscher Einheit ein völliges Unding! Wir haben jedes Verständnis dafür, dass Ihr das Mantra der Unternehmensführungen über die niedrigeren Lebenshaltungskosten im Osten nicht mehr erhören könnt. Abgesehen davon, dass dies an vielen Standorten in den Großstädten im Osten ohnehin nicht stimmt: Wer käme im Westen Deutschlands auf die Idee, Löhne abhängig vom örtlichen Mietspiegel zu zahlen? Dieser Logik folgend, könnte man von Unternehmensseite irgendwann auf die Idee kommen, beim Abschluss von Arbeitsverträgen die Vorlage des Wohnungsmietvertrages verlangen - absurd!

Zu den vereinzelt zu hörenden, unterschwelligen Drohungen aus den Chefetagen, man könne künftig auch im nahen Ausland produzieren, erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. Wir sagen dennoch: Welch ein schäbiges Denken, welche eine üble Herablassung gegenüber Menschen, die hart arbeiten und den Erfolg, die Gewinne der Unternehmen erst möglich machen!

Die LINKE hat die alte Forderung der Arbeiterbewegung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!" nicht aufgegeben, sondern sie gehört vielmehr zur politischen DNA unserer Partei. Wir stehen solidarisch an Eurer Seite und wünschen Euch viel Erfolg im Arbeitskampf!

 

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