02.05.2020

Herausforderung für die Tafeln

Dresdner Tafel sind weiterhin für die Menschen da

Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich viele Tafeln in Stadt und Land besucht. Natürlich kämpfen wir als Linke für soziale Garantien, die so ausgestaltet sind, dass niemand existentiell auf die Lebensmittel der Tafeln angewiesen ist. Doch dazu brauchen wir soziale Mehrheiten im Bundestag. Zudem habe mit er Zeit Tafeln weitere Funktionen übernommen, wie Orte zum Austausch zu schaffen. Insofern hab ich seit Beginn der Corona Krise verfolgt, wie sich die Tafelarbeit bundesweit weiterentwickelt. Mehrere Ausgabestellen mussten bundesweit schließen, insgesamt sind die Lebensmittelspenden der Supermärkte auch in Folge der Hamsterkäufe zurückgegangen. Auch deshalb macht sich DIE LINKE im Bundestag stark für einen monatlichen 200-Euro-Aufschlag auf alle Sozialleistungen. Als Dresdnerin interessiert mich natürlich die Situation der Dresdner Tafel im Besonderen.

Wie Herr Schumann, Vorstandsmitglied der Dresdner berichtete, haben sie sich sehr schnell auf die neuen hygienischen Anforderungen in der Corona Krise eingestellt. So konnten bis auf wenige Ausnahmen fast alle Tafel-Läden die ganze Zeit über offen bleiben. Der Laden in der Dresdner-Neustadt soll am 2.Mai wieder geöffnet werden. Es kommen momentan auch fast täglich wieder neue Helfer*innen dazu. Aber die Tafel-Kunden sind noch nicht alle wieder zurückgekehrt, d.h. es werden momentan noch weniger Lebensmittel an die klassische Tafelkundschaft verteilt als vor Corona. Da die Dresdner-Tafel aber auf die abgegebenen Lebensmittel einen Selbstkostenanteil erhebt, gibt es durch die geringeren Umsätze gerade ein Finanzierungsproblem. Die Betriebskosten müssen ja trotzdem gedeckt werden. Mit diesem Problem haben aber alle Tafeln zu kämpfen, nicht nur in Zeiten von Corona. Deshalb fragt sich auch die Dresdner Tafel, ob es nicht Aufgabe des Staates wäre hier eine Grundfinanzierung zu leisten.

Und natürlich ist die Diskussion um ein Bedingungsloses Grundeinkommen gerade wieder sehr aktuell, sowohl bei den Kund*innen als auch bei den Helfer*innen der Dresdner Tafel. Herr Schumann hat in dem Zusammenhang auch die Bundestags-Petition zum Grundeinkommen erwähnt, die noch bis zum 27.04. in der Mitzeichnung war und gerade von ehrenamtlich Engagierten stark beworben und diskutiert wurde.

Wer sich noch genauer informieren möchte oder Möglichkeiten sucht sich zu engagieren findet alle aktuellen Informationen auf der Internetseite der Dresdner Tafel: http://dresdner-tafel.de/

Übrigens Die Tafel Dresden wünscht sich besonders finanzielle Unterstützung. Auch eine Fördermitgliedschaft ist möglich. Das Spendenkonto der Tafel Dresden:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN : DE 24 8502 0500 0003 6479 01
BIC : BFSWDE33DRE

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