11.02.2019

Urlaub für Erwerbslose nur nach Gutdünken der Bundesagentur für Arbeit

Wer Arbeitslosengeld I oder Hartz IV bezieht, hat keinen Urlaubsanspruch, nur die Möglichkeit einer "urlaubsbedingten Ortabwesenheit" (siehe Antwort auf meine schriftliche Frage). Die wird aber erst kurz vor der Abwesenheit vom "Nahbereich" erlaubt. Im Klartext: Wer sich rechtzeitig aufgrund des Armutseinkommens einen preiswerten Urlaub sichern will, hat Pech. Denn den kann man nicht buchen, weil nicht sicher ist, ob man die "urlaubsbedingte Ortabwesenheit" gewährt bekommt. Außerdem wird die ganze Familie von dieser Regelung in Sippenhaft genommen. Weder erwerbstätige Partner*innen oder andere Angehörige können einen gemeinsamen Urlaub mit der/dem Betroffenen planen.

Nicht mal ein gemeinsam geplanter Camping-Urlaub mit den Kindern in den Schulferien ist demnach erlaubt. Diese Regelung trifft in besonderer Härte Kinder in Hartz-IV-Familien.

Wieder mal ein Beispiel dafür, warum die Arbeitslosenversicherung endlich reformiert und Hartz IV endlich abgeschafft werden muss. 

 

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