26.01.2019

Im Gedenken an die Ermordeten und die Überlebenden

Der heutige Tag der Opfer des Nationalsozialismus ist dem Gedenken der Millionen Opfer des deutschen Massenmordprojekts gewidmet. Den ermordeten wie auch den überlebenden. Denn so unwahrscheinlich „überleben“ war, so wenig selbstverständlich war „weiter leben“. Dies hieß immer auch im Angesicht der Tat und des Angetanen leben zu müssen und unter TäterInnen leben zu müssen — zumindest in Deutschland und den mit ihm verbündeten Staaten . Dass noch heute Gerichtsprozesse gegen NS-Täter geführt werden, verweist darauf, dass für die TäterInnen und MittäterInnen das Leben tatsächlich einfach weiter ging. Straflosigkeit und kaum gebrochene Karrieren die Regel und nicht die Ausnahme waren.
Die Namen derer, die wie Primo Levi,  Tadeusz Borowski, Fritz Bauer und Joseph Wulf als herausragende SchriftstellerInnen, HistorikerInnen, JuristInnen, die zu Lebzeiten so unendlich viel dafür getan haben, die Gesellschaft so einzurichten, „daß Auschwitz nicht noch einmal sei“, stehen auch beispielhaft für die vielen anderen, für die auch weiterleben irgendwann nicht mehr möglich war. Ihnen allen soll heute gedacht werden.

Nie wieder!

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