08.05.2018

8. Mai

Gedenken an Befreiung und Aufforderung zur Verhinderung von Kriegen

Die heutige Kapitulation des Deutschen Reiches heute vor 73 Jahren bedeutete Befreiung für die Überlebenden der Konzentrationslager und für all jene, die politisch, religiös, rassistisch oder antisemitisch verfolgt wurden. Die Kapitulation leitete das Ende eines Krieges ein, in dem mehr als 50 Millionen Menschen getötet wurden.

Neben dem Gedanken steht der heutige Tag auch im Zeichen des Protests gegen die bis heute bestehende Rüstungsindustrie und ihre politischen Gewährsmänner und -frauen. Ausgerechnet heute findet die Hauptversammlung von Rheinmetall statt. Im Zweiten Weltkrieg rüstete Rheinmetall die Wehrmacht und die faschistischen Achsenmächte aus und beutete dafür Zwangsarbeiter*innen und KZ-Häftlinge aus.

Noch heute ist diese Firma Deutschlands größter Rüstungskonzerns mit Tochterunternehmen auf der ganzen Welt.

Auch derzeit wird im Jemen Krieg mit Waffen und Munition von Rheinmetall und dessen Tochterunternehmen geführt und die Türkei mit Panzern für ihren Krieg gegen die Kurden ausgerüstet. Möglich wird dies nicht zuletzt durch enge Beziehungen in die Bundespolitik. Vor einigen Jahren wechselte der ehemalige Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) genauso vom Ministersessel in den Aufsichtsrat wie später Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung.

Mit hunderten Friedensaktivist*innen habe ich heute gegen dieses Gipfeltreffen der Kriegsgewinnler protestiert. Sie gehören entwaffnet.

Ausdrucken | Seitenanfang

Wer flchtet schon freiwillig?
Linksjugend Sachsen