25.02.2018

Hartz-IV-Sanktionen treffen Kinder

Von Hartz-IV-Sanktionen sind auch Familien mit Kindern betroffen. In etwa jedem dritten Haushalt, in dem die Grundsicherung gekürzt wird, leben ein oder mehrere Kinder. Jede sechste Kürzung trifft alleinerziehende Mütter oder Väter.

Dazu erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag,:

„Das Hartz-IV-Unrecht richtet sich auch gegen die Kleinsten in unserer Gesellschaft. Das allen Eltern zustehende Kindergeld wird ausgerechnet bei Hartz-IV-Beziehern mit dem Regelsatz verrechnet. Hinzu kommt, dass die Sanktionen auch gegen Familien mit Kindern verhängt werden. Jede Sanktion bedeutet, dass die eh schon karge Hartz-IV-Leistung gekürzt wird. Wenn die Eltern sanktioniert werden, schrumpft das Haushaltsgeld, das der gesamten Familie zur Verfügung steht. Wer als Kind armer Eltern zur Welt kommt, der hat deutlich schlechtere Chancen. Sanktionen gefährden das Kindeswohl und gehören abgeschafft.“

Zwischen Oktober 2016 und September 2017 wurden rund 954.000 Hartz-IV-Bezieher und -Bezieherinnen sanktioniert. In 310.000 der betroffenen Haushalte leben auch Kinder, in 96.000 Haushalten mit nur einem Elternteil.

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