10.09.2009

Mahnwache vor der Kaserne

In Frankenberg zeigte Sachsens LINKE Gesicht gegen den Krieg

Rede vor der Kaserne

Bislang ist immer noch nicht klar, wie viele Menschenleben die von einem deutschen Offizier angeforderte Luftunterstützung gekostet hat. Dass es zivile Opfer gab, bestreitet inzwischen nicht einmal der deutsche Verteidigungsminister Jung (CDU), von Seiten anderer NATO-Staaten hagelt es harsche Kritik am Vorgehen des verantwortlichen Obersts.

Einige Dinge stehen aber schon fest: Bombardiert wurden zwei gestohlene Tanklastwagen, an denen sich viele Menschen zu schaffen machten. Die Tanklastwagen waren bei der Durchquerung eines Flusses stecken geblieben und somit bewegungsunfähig. Der nächste Standort von ISAF-Truppen war einige Kilometer entfernt. Es wurden mindestens 50 Menschen getötet.

Was immer man auch noch herausfinden mag, eines steht fest: In Afghanistan herrscht Krieg. Und das deutsche Kontingent der ISAF-Truppen, einst als humanitäre Staffage für die Operation "Enduring Freedom" in die Region entsandt, kann selbst den gutgemeintesten Aufgaben nicht mehr nachgehen, da es damit beschäftigt ist, in diesem Krieg zu überleben. Dafür, einen Krieg zu überleben, gibt es genau zwei Möglichkeiten: Menschen töten - oder den Krieg beenden.

Die Bundeswehr und ihre Soldaten in Afghanistan sind hier Opfer der deutschen Politik. Wer Terrorismus mit Krieg bekämpfen will, muß dazu Menschen töten und besonders mit den s.g. Kollateralschäden schafft man neuen Haß, neue Terroristen. Die Bundeswehr muß raus aus Afghanistan, schleunigst!

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