22.08.2017

Sommertour 2017

Unterwegs in Sachsen

Es ist Ende August, der Wahlkampf läuft und ich bin unterwegs in der Republik - ganz oft natürlich in Sachsen. Nachfolgend ein chronologischer Bericht von meinen Aktivitäten im zwischen Lausitz und Vogtland. Aktuelle Termine findet man übrigens hier...

11. September Dresden: Gregor Gysi ist da

Etwa 1500 Menschen waren gekommen, um Gregor Gysi in Dresden zu erleben, mehr über DIE LINKE zu erfahren und sich die beiden Dresdner Direktkandidaten näher anzuschauen. Eine davon bin ja ich - der andere mein Dresdner Genosse Tilo Kießling. Das Wetter hat gestimmt, es gab schöne Piano-Musik von Herrn B. und die ganze Szenerie am Goldenen Reiter hatte Volksfestcharakter. Einziger Wermutstropfen - Gregor hatte ordentlich Verspätung. Verloren war die Wartezeit indes nicht, denn ich und Tilo hatten Gelegenheit, viele Fragen zu beantworten, zu diskutieren und den sonnigen Spätsommerabend zu genießen. Dass so viele Menschen geblieben waren, um Gregors - sehr nachdenkliche - Rede zu hören und kräftig mit Applaus zu bedenken, hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig er für unsere Partei ist. Danke, lieber Gregor!

2. September Löbau

Der "Tag der Sachsen" fand in diesem Jahr in Löbau statt. Hier kam ich mit vielen Leuten über ihre Stadt ins Gespräch, welche nach 1990 einem tiefgreifenden ökonomischen Strukturwandel, Arbeitsplatzabbau und Abwanderung vor allen Dingen junger Leute ausgesetzt war, ins Gespräch. Trotzdem haben die Leute das Feiern nicht verlernt und also versuchte ich mich als Glücksfee am Glücksradt, verteilte Popcorn und rote Brause und freute mich über ein Wiedersehen mit unseren Landtagsabgeordneten Katrin Kagelmann und Susanne Schaper.

1. September Pirna - Friedensfest auf dem Pirnaer Marktplatz

Den ganzen Tag hatte es Bindfäden geregnet und alles hoffen half nichts - auch gegen Abend hörte es nicht auf. Dennoch hatten sich etwa 50 unentwegte Friedensfreunde auf dem Pirnaer Marktplatz eingefunden, um am 1. September des Ausbruchs des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 zu gedenken. Angesichts der gegenwärtigen Kriegsrhetorik zwischen den USA und Nordkorea, aber auch des Säbelrasselns der Nato an der Grenze zu Russland finde ich dies notwendiger denn je. Herzlichen Dank an die Genoss*innen aus Pirna und Umgebung um Dr. Andrè Hahn und Lutz Richter, die es sich nicht nehmen ließen, ein kleines Fest mit Musik, Ansprachen und einer Luftballonaktion vorzubereiten und durchzuführen.

1. September Dresden - 5 Jahre Kulturloge

Vor fünf Jahren war es soweit - die Dresdner Kulturloge nahm ihre Arbeit auf und vermittelt seither nicht verkaufte Tickets von Dresdner Kultureinrichtungen, aber auch von Sportveranstaltungen an Menschen mit geringem Einkommen. 3000 ständige Gäste nutzen das Angebot heute und ich bin eher froh als stolz, dass ich die Idee aus Berlin nach Dresden getragen und Verbündete gesucht und gefunden habe. Getragen wird das Projekt zuvorderst durch die Arbeit vieler Ehrenamtler*innen, welche die Tickets per Telefon unter die Leute bringen. Grund genug für eine kleine Feier, zu der ich natürlich gern gekommen bin.

31. August Schwarzenberg - Agenda Alternativ

Nach einer langen Nacht bei einer Talkshow bei Sat 1 stand heute Wahlkampf in Erzgebirge auf dem Programm. Der Regen erschwerte den geplanten Straßenwahlkampf. Die Diskussionsveranstaltungen waren hingegen gut besucht und sehr motivierend. In Schwarzenberg hatte abends des Demokratieprojekt "Agenda Alternativ" zu einer Diskussion über ländliche Räume und Demokratie und den notwendigen Kampf gegen Rechts eingeladen.
Die Initiative veranstaltet demnächst am 9.September spannende Workshops . Mehr Infos unter www.agenda-alternativ.de

29. August Dresden - Besuch bei den ABC-Tischen

Schon im Sommer 2015 haben sich in Dresden die ABC-Tische gegründet. Ziel war es, ankommenden Flüchtlingen grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln, um sie fit für den Alltag zu machen. Was damals als Projekt unter Pavillons neben einem Erstaufnahmecamp stattfand, hat sich inzwischen zu einer festen Institution entwickelt und Räumlichkeiten im Dresdner Stadtmuseum gefunden. Heute habe ich die Leute um Stefan Mertenskötter dort besucht und war von der Entwicklung sehr beeindruckt!

29. August Dresden - Kochtour mit Rico Gebhardt

Die Kochtour des sächsischen Landesverbandes ist nun schon Tradition. In Dresden war sie heute zum 4. Mal zu Gast, diesmal an der Ausgabestelle der Dresdner Tafel in Dresden-Prohlis. Das hat auch die Medien ziemlich interessiert, der MDR-Sachsenspiegel und Spiegel Online waren da. Prohlis ist ein Plattenbaugebiet im Südosten von Dresden und wie so oft in solchen Wohngebieten, konzentrieren sich hier soziale Probleme besonders.

Die Mitarbeiter*innen der Tafel schaffen es dennoch, mit viel Arbeit und einem Schuss Humor den Menschen ein Stück Würde zu geben. Keiner muss hier nehmen, was er kriegt, sondern kann sich, wie in einem richtigen Laden, das was er möchte selbst auswählen.

Wir waren also vor Ort, haben (selbst mitgebrachtes) Gemüse geputzt, Kartoffelsuppe gekocht, dabei mit den Leuten geplaudert und diskutiert - und natürlich am Ende gefuttert. Vielen Dank an alle fleißigen Helfer*innen und an die freundlichen Ehrenamtler von der Dresdner Tafel!

25. August - Bautzen - auf dem Kornmarkt

Am Freitag war ich zusammen mit Caren Lay unterwegs in Bautzen. Auf dem Kornmarkt, auch bekannt als "Die Platte", hatten wir zum Gespräch und Austausch eingeladen. Viele Bautznerinnen und Bautzner kamen vorbei um ganz konkrete Probleme anzusprechen. Eine Alleinerziehende Mutter von 4 Kinder kritisierte, dass das Kindergeld auf Sozialleistungen angerechnet wird. Eine Erwerbslose berichtete, dass man von ihnen verlangt hatte, ihr Auto zu verkaufen, bevor es Hartz-IV-Leistungen gibt. Dabei wird doch von Arbeitssuchenden Mobilität verlangt. Alles Probleme, die wir im Bundestag ansprechen, für die wir Lösungen haben. Nun brauchen wir aber auch entsprechende Mehrheiten. Später am Abend saßen wir zusammen mit der Linksjugend, eine tolle Truppe. Sie planen gerade eine Woche „Laufend erinnern“, um an die Gewaltausbrüche von Nazis gegen Geflüchtete vor knapp einem Jahr zu erinnern.

24. August Dresden - Podiumsdiskussion beim Hebammenverband

Sie leisten großartiges, sind Bündnispartnerinnen für Familien an den wahrscheinlich wichtigsten Tagen im Leben von Kindern. Und für diese wichtige Arbeit werden sie schlecht vergütet, hinzu kommen viel zu hohe Beiträge für die Berufshaftpflichtversicherung. Heute hatte der Hebammenverband in Dresden die Parteien zur Debatte eingeladen. Eine Einladung, der ich gerne gefolgt bin.

23. August Borna - In der Werkstatt der Lebenshilfe in Borna

Heute besuchte ich in Borna die Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung und traf dort den Geschäftsführer Herrn Drechsler. In dieser Einrichtung arbeiten Menschen mit Beeinträchtigungen z.b. in einer Wäscherei, einer Näherei, in der Landschaftspflege und in einer modernen Stanzerei. Die Beschäftigten gaben mir noch mal mit auf dem Weg, wie wichtig eine entsprechende personelle Ausstattung ist. Außerdem sprachen wir über die Regelung, wonach für das Mittagessen in der Kantine 26 € von den Sozialleistungen abgezogen werden. Ich finde diese Kleinlichkeit bei Menschen, die ohnehin wenig haben, beschämend.

Neben Vergütungsfragen ging es auch darum, wie durch einen besseren Betreuungsschlüssel die Zahl der Kaiserschnitte gesenkt werden kann. Zudem diskutierten wir darüber, dass bei der Umstellung der Ausbildung hin zur Vollakademisierung echter Handlungsbedarf besteht.

22. August Chemnitz - Zu Gast beim Integrationsprojekt NIZ

Am Abend war ich zu Gast beim Netzwerk für Integration und Zukunft e.V. in Chemnitz. Der Verein wurde 2015 von engagierten Chemnitzern gegründet, die es sich zur Aufgaben gemacht haben, eine positive Willkommenskultur für und mit Flüchtlingen hier in unserer schönen Stadt Chemnitz zu entwickeln. Steffi Wagner, Mitbegründerin des Netzwerkes, führte mich, gemeinsam mit den Chemnitzer Landtagsabgeordneten Susanne Schaper und Nico Brünler durch die Projekträume. Neben Tagesangeboten, Kinderspielecke, gemeinsamem Kochen und Beratungsterminen sammelt der Verein auch Kleidung und Möbel für Bedürftige - übrigens selbstverständlich auch für einheimische! Ein tolles Projekt.

Beim gemeinsamen Abendessen, habe wir von einem jungen syrischen Flüchtling von seinem Leidensweg nach Deutschland und seinem Hoffen auf ein gute Zukunft erzählt bekommen. Er beginnt übrigens im September eine Lehre als KfZ-Mechaniker in Chemnitz und ihm war die Freude deutlich anzusehen.

22. August Dresden - Perspektivwechsel

Heute war ich im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Dresden-Prohlis. Hier arbeiten fünf sehr engagierte Mitarbeier*innen in der Tagespflege. Menschen, die ihren Alltag auf Grund von Krankheit oder Alter nicht mehr selbst bewältigen können, aber nicht auf ihr eigenes Zuhause verzichten möchten, werden hier von 08.00 bis 16.00 Uhr betreut. Im Rahmen der Aktion "Perspektivwechsel" begleitete ich das Personal und die Gäste des Zentrums einen Tag lang - vom Frühstück über eine gemeinsame Ausfahrt, dem Mittagessen bis zur Vesper. 16 ältere Frauen und Männer nehmen die Angebote des Seniorenzentrums an und ich bin wieder mal sehr beeindruckt, was die Mitarbeiter alles leisten, mit wieviel Liebe und Einfühlungsvermögen sie den Menschen eine Teilhabe am Leben ermöglichen.

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