04.07.2017

Maß und Mitte bei Managergehältern gesetzlich herstellen

Zu den aktuellen Ergebnissen einer Untersuchung der in den Dax-Konzernen gezahlten Managergehälter erklärt die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping:

Die Managergehälter in den Dax-Unternehmen haben mit der Leistung für das Unternehmen nichts zu tun. 50 Mal so viel wie die Durchschnittslöhne im Unternehmen zu bekommen ist schlicht unmoralisch. Niemand kann 50 Mal so viel leisten wie der oder die Durchschnittsverdiener/in im Unternehmen. Wenn der VW-Vorstandschef fast zehn Millionen Euro im Jahr verbuchen kann, muss das in den Ohren der Beschäftigten und der Käufer von Diesel-Pkw mit Betrugssoftware wie ein einziger Hohn klingen.

Das Missverhältnis im Gehaltsgefüge der Unternehmen besteht seit Jahren. Eine Wende zum Besseren ist nicht zu erkennen. Der Sinn für Maß und Mitte ist in einem System doch längst verloren gegangen, dem Börsenkurse und Aktiengewinne über alles gehen und folglich Niedriglöhne und prekäre Beschäftigung Mittel zur Gewinnmaximierung sind. Deshalb führt an einer gesetzlichen Obergrenze für Managergehälter kein Weg vorbei. Niemand soll mehr als das 20fache verdienen wie der geringste Lohn, der in einem Unternehmen gezahlt wird. Jahresgehälter über einer halben Millionen Euro dürfen nicht mehr steuerlich abzugsfähig sein.

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