25.03.2017

Diskussionspapier Arbeit (und Leben) 4.0

Erster Aufschlag für eine digitale Agenda der LINKEN

Diskussionspapier: Arbeit (und Leben) 4.0

Die Bundestagsfraktion DIE LINKE hat diese Woche in ihrer Fraktionssitzung über Arbeit und Digitalisierung debattiert. Grundlage dazu bildete das von der AG Digitalisierung erstellte Diskussionspapier „Arbeit (und Leben) 4.0“. Darin werden mögliche Chancen der Digitalisierung beispielsweise zur Rückgewinnung von Zeitsouveränität in Arbeit und Leben, zur innovativen Gestaltung eines sozial-ökologischen Umbaus oder auch der Förderung digitaler Gemeingüter in Kultur und Bildung aufgezeigt. Dem zugrunde liegt ein erweiterter, nicht allein auf Lohn- bzw, Erwerbsarbeit bezogener Arbeitsbegriff. Über die mit der Digitalisierung verbundenen Aufgabengebiete für linke Politik heißt es in dem Papier:

Für DIE LINKE stehen hinsichtlich der Digitalisierung mindestens folgende Aufgaben an:

  • nachzuvollziehen, wie die „neue industrielle Revolution“ die Formen der kapitalistischen ökonomischen Kooperation konkret verändert (einschließlich der Geschlechterverhältnisse);
  • arbeitsrechtliche und sozialpolitische Regelungen für eine digitalisierte Gesellschaft entwickeln;
  • Arbeits- und Lebenszeitmodelle gestalten, die zu einer (geschlechter-)gerechten Verteilung der gesellschaftlichen, notwendigen Arbeit und zu mehr Zeitsouveränität der Menschen führen;
  • die Potenziale digitaler Innovation für den sozial-ökologischen Umbau, eine Abkehr vom Wachstumsfetisch und einer Reduktion des Ressourcenverbrauchs nutzen;
  • Emanzipationspotenziale nutzen hin zu einer alternativen, an den Bedürfnissen der Menschen orientierten Ökonomie und einer demokratischen Gestaltung der Gesellschaft.

Ziel des Papiers ist es, den Diskussionstand inhaltlich zu befördern und Vorschläge für digitale Gestaltungsoptionen von links zu unterbreiten. Es kann durchaus als ein erster Aufschlag zu der von Bernd Riexinger geforderten „Digitalen Agenda der Linken“ gelesen werden.

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