10.02.2017

... der Ver.di-Betriebsgruppe an der TU Dresden

Vor kurzem habe ich mich mit Sabrina Herbst und Bernhard Chesneau von der Ver.di-Betriebsgruppe der TU Dresden getroffen. Sie hatten sich mit einer Petition an uns gewandt. Hintergrund ist, dass an den Hochschulen eine Vielzahl der Stellen nur befristet sind, da sie in Abhängigkeit von der Bewilligung von Drittmitteln sind. Für die Betroffenen heißt das, dass sie nicht wirklich ihre Zukunft planen können und immer in der Unsicherheit leben, dass nach kurzer Zeit die Stelle ausläuft bzw nicht verlängert wird. Das Problem ließe sich ganz grundsätzlich lösen, indem die Hochschulen und die Forschung besser und nachhaltiger finanziert werden und somit die Abhängigkeit von den Drittmittelgebern reduziert wird. Darüber hinaus hatte die Betriebsgruppe einen ganz konkreten Vorschlag. Dieser basiert darauf, dass der größte Drittmittelgeber der Hochschulen der Bund ist. Ihr Vorschlag ist, dass wenn die Mittel von der öffentlichen Hand kommen, doch auch geklärt werden könnte, dass auch aus Drittmitteln des Bundes das Personal unbefristet eingestellt und finanziert werden kann. Hierzu müssten den Förderrichtlinien Klarstellungen erfolgen. Ich finde dies eine gute Idee, welche wir befördern sollten. Darüber hinaus gilt es natürlich grundsätzlich die Frage der Schaffung von entfristeten, guten Stellen an den Hochschulen in Angriff zu nehmen. Freiheit der Wissenschaft sollte auch die Freiheit von Existenzängsten bei den in der Wissenschaft Tätigen bedeuten. Deswegen muss hier gehandelt werden.

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