26.08.2016

Ich bin dann mal weg. Das Recht auf Urlaub verteidigen.

Das wohlverdiente Urlaubsgeld wird zum Auslaufmodell. Nur noch 41 Prozent aller Beschäftigten bekommen Urlaubsgeld. Wer trotzdem die Koffer packt, schaltet häufig nicht ab: zwei von drei Beschäftigten sind auch im Urlaub für die Firma erreichbar. Der Schutz von Beschäftigten ist Aufgabe der Bundesregierung. Die Anti-Stress-Verordnung muss wiederbelebt werden.

Urlaub muss Urlaub bleiben, erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE. Wer den ganzen Tag den Chef in der Leitung hat oder selbst auf der entlegensten Insel auf der Suche nach einer Internetverbindung ist um die Arbeitsmails zu checken, kann sich kaum ausreichend erholen.

Überstunden, Stress und Mehrarbeit machen krank. Das Recht auf Nichterreichbarkeit muss verteidigt werden – Bundesarbeitsministerin Nahles steht hier in der Pflicht. Statt den Beschäftigten immer mehr Flexibilität abzuverlangen gilt es, den Arbeitgebern klare Grenzen zu setzen. Forderungen wie die des DGB nach einem Recht auf Nichterreichbarkeit oder die Anti-Stress-Verordnung müssen von der Bundesarbeitsministerin umgesetzt werden.

Das Recht auf Erholung und Urlaub muss vom Arbeitgeber entsprechend honoriert werden. Männer bekommen häufiger Urlaubsgeld als Frauen. Urlaubsgeld wird 61 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben gezahlt, während nur 31 Prozent ihrer Kolleginnen und Kollegen ohne Tarifbindung die Zahlung erhalten. Sichere Jobs, gute Löhne und starke Mitbestimmung – so geht Gute Arbeit.

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