07.05.2016

Konsequent gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus. Überall und nicht nur am 8. Mai. Spasibo!

"Was können wir, die Menschen aus der Epoche des Faschismus, vor dem Gericht der Vergangenheit und der Zukunft sagen? Wir haben keine Rechtfertigung. Wir sagen, dass keine Zeit schwerer als die unsere gewesen ist, aber wir haben das Menschliche im Menschen nicht sterben lassen (...) und wir bewahren den Glauben, dass Freiheit und Leben eins ist," so der Ich-Erzähler in der Erzählung „Die Sixtinische Madonna“ (1955) von Wassili Grossman. Der sowjetische Schriftsteller arbeitete während des 2. Weltkriegs als Frontberichterstatter der Armeezeitung „Krassnaja Swesda“ (Roter Stern) und sah die Hölle von Treblinka, er erlebte die Befreiung der Ukraine und den 8. Mai 1945 in Berlin.

Spasibo! Danke! Wir sagen das bewusst in einer Zeit, in der eine neue Partei in unserem Land das Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus eine "Verengung der deutschen Erinnerungskultur" nennt; in der die gleiche Partei die Bundeswehr zum „Eckpfeiler deutscher Souveränität“ aufrüsten will und von „unverzichtbaren nationalen wehrtechnischen Kernfähigkeiten“ schwärmt; in der diese Partei tatsächlich zum völkischen Abstammungsprinzip von 1913, dem Jus sanguinis („Recht des Blutes“) zurück will, was heißt die Staatsbürgerschaft in diesem Land soll nur möglich sein, wenn „mindestens ein Elternteil Deutscher ist“. Nein, nichts von dem ist verhandelbar, nichts ist in irgendeiner Form zu akzeptieren. Niemals. Nicht mit uns. Wir stehen dagegen mit allen zusammen, die für eine weltoffene, gerechte und friedliche Republik streiten. Denn was immer kommt und immer wird: Konsequent gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus. Überall und nicht nur am 8. Mai. Spasibo!

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