11.05.2015

Falsche Richtung - nicht nur geographisch

Wenn Boshaftigkeit zur Posse wird

Als bekennende Fahrradfahrerin sträubten sich entsetzt meine Haare, als ich am Freitag die Bilder vom zerstörten Elberadweg in Dresden sah. 50 Meter Elberadweg einfach weggebaggert - und weshalb? Auf dem Grundstück der Dresdner Bauinvestorin Regine Töberich sollen Luxushäuser mit Elbeblick und im Hochwasserfall, auch mit Elbekontakt, entstehen. Der Stadtrat weigerte sich, dafür die Genehmigung zu erteilen und will erst das Gutachten der Hochwasserschutzbehörde abwarten.

Das ging Frau Töberich alles zu langsam. Um die Stadt unter Druck zu setzen hat sie einfach 50 Meter Radweg wegbaggern lassen. Wohl gemerkt - zwar auf ihrem Grundstück, aber nicht auf dem Gelände, auf dem sie bauen lassen will. Der Elberadweg ist öffentlich gewidmet und sollte erhalten bleiben. Peinlicher Weise lag das Stück Weg nicht mal auf Ihrem Gebiet, sondern auf städtischen Grund und Boden. Die Stadt hat schnell reagiert. Der Weg wurde am Wochenende bereits wieder instand gesetzt. Ich bezweifle, dass der Angriff auf den beliebten und viel genutzten Elberadweg das Verständnis für die Interessen der Investorin erhöht hat. Das Wort Gemeinwohl scheint für sie jedenfalls ein Fremdwort zu sein. Deshalb würde ich vorschlagen, statt einer Geldstrafe doch gemeinnützige Arbeit zu verhängen - vielleicht sogar beim ADFC.

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