11.05.2015

Jedes Kind muss der Gesellschaft gleich viel wert sein

Pressemitteilung anlässlich der IAB-Studie zur Kinderarmut

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Der Kinderschutzbund hat im Zusammenhang mit der jüngsten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, nach der 76 Prozent der Kinder im Grundsicherungsbezug aus finanziellen Gründen nicht einmal eine Woche Urlaub im Jahr machen können, eine Kindergrundsicherung von 536 Euro im Monat gefordert. Dazu erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Parteivorsitzende Katja Kipping:

„Erschreckend, aber nicht neu ist die Tatsache, dass die derzeitigen Grundsicherungen Kinderarmut nicht beseitigen. 14 Prozent der Kinder, die Grundsicherung erhalten, haben kein Internet. Fast ein Drittel (31 Prozent) können Freunde nicht wenigstens einmal im Monat zum Essen nach Hause einladen. Jedes fünfte Kind (20 Prozent) im Grundsicherungsbezug lebt in beengten Wohnverhältnissen. Zehn Prozent besitzen keine ausreichende Winterkleidung. Materielle Unterversorgung und soziale Ausgrenzung bleiben für viele Kinder und Jugendliche bestehen.

DIE LINKE meint, dass jedes Kind der Gesellschaft gleich viel wert ist, und fordert daher eine eigenständige Kindergrundsicherung für alle Kinder und Jugendlichen, die wirklich eine ausreichende materielle Absicherung gewährleistet. Die 536 Euro Kindergrundsicherung, die der Kinderschutzbund gefordert hat, könnten dies gewährleisten und entsprechen den Forderungen der LINKEN. Darüber hinaus müssen gebührenfreie Kindertagesstätten und Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen in den Bildungseinrichtungen eingeführt werden. Eltern brauchen ein ausreichendes Erwerbseinkommen, die Mindestsicherung für nicht Erwerbstätige muss ebenfalls dafür sorgen, dass Armut und materielle Unterversorgungen abgeschafft werden.“

Ausdrucken | Versenden | Seitenanfang

Community

Wer flüchtet schon freiwillig
Manifest LWdZ
Dassmussdrinsein
Mitmachen

Freunde

Prager Frühling - Magazin fr Freiheit und Sozialismus