09.08.2014

Sommerzeit – Urlaubszeit, für alle

Plädoyer für ein Recht auf Urlaub

Was gibt es Schöneres, als mit der Familie oder mit Freunden am Strand oder am Ufer eines Sees der Natur nahe zu sein, die Seele baumeln zu lassen? Die Urlaubsreisen mit meinen Eltern, seien es die zum Wandern ins Gebirge oder zum Baden an die Ostsee oder in andere Länder, gehören zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

Ich meine: Es muss ein Recht auf Urlaub geben – für jede, für jeden. Dazu müsste aber Armut prinzipiell abgeschafft werden, zum Beispiel durch ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Denn viele, die in Armut leben, können sich einen Urlaub finanziell nicht leisten. Laut Statistischem Bundesamt sind das in Deutschland 58 Prozent derjenigen, die ein Einkommen unterhalb der Armutsrisikogrenze haben. 48 Prozent aller Alleinerziehenden leisten sich keinen Urlaub. Drei Millionen Kinder fahren nach Erhebungen des Deutschen Kinderschutzbundes nicht in den Urlaub, weil das Geld dazu nicht reicht. Armut macht keinen Urlaub.

Um das Recht auf Urlaub zu sichern, wäre mein Vorschlag: Bis die Armut in Deutschland endlich abgeschafft ist, sollten alle Grundsicherungs- und alle Wohngeldbeziehende jährlich einen Urlaubsscheck über 500 Euro erhalten. Sie können selbst entscheiden, ob sie diesen Scheck bei der Deutschen Bahn, in Jugend- oder Familienherbergen ober bei Reiseanbietern einlösen.

Darüber hinaus: Für Kinder und Jugendliche soll es unabhängig vom Geldbeutel der Eltern die Möglichkeit geben, zwei Wochen die Ferien in einem Kinderferienlager oder Jugendcamp zu verbringen. Damit sie nicht sagen müssen: Liebe Ferien, wir sind zu arm für Urlaub. Die Vereine, die diese Möglichkeit für alle Kinder und Jugendlichen kostenfrei anbieten, bekommen dafür natürlich die nötigen Fördermittel.

Alle haben ein Recht auf Urlaub, auf Erholung vom Alltag – jeder Erwachsene, jedes Kind, jeder Jugendliche.

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