Ins "große" Parlament

Die Bundestagswahlen 2005 kamen ungeplant. Doch schnell war klar, dass die Bundestagsfraktion das zentrale Referenzprojekt der neuen LINKEN werden würde. Und da ich die Politik der LINKEN mitprägen wollte, kandidierte ich zu diesen Wahlen. Infolge unseres dabei erzielten guten Ergebnisses wechselte ich im Oktober 2005 vom sächsischen Landtag in den Bundestag. Seit dem pendele ich zwischen Dresden und Berlin. Der Zug wurde in den letzten Jahren noch mehr zu meinem Zuhause als schon in den Jahren davor. Nicht geändert hat sich jedoch, dass ich in Dresden in einer Wohngemeinschaft lebe und mein Wahlkreisbüro, welches ich gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Julia Bonk betreibe, am Marti-Luther-Platz in der WIR AG in der Neustadt liegt.

Nach der erfolgreichen Bundestagswahl gab es auch in meiner Partei wichtige Entwicklungen: Die Linkspartei.PDS und die WASG leiteten den offiziellen Gründungprozess ein. Die organisatorische Neugründung ist inzwischen vollbracht. Was nun ansteht, ist eine inhaltliche Neubegründung. Um diese zu befördern, um Freiheit und Sozialismus zusammen zu denken, um Querdenkern, Queeren, LebenskünstlerInnen, kritischen Köpfen, Bewegungsaktivisten und viele mehr zusammen zu bringen und eine Andockstelle anzubieten, rief ich gemeinsam mit politischen Freunden im Jahr 2008 das Magazin prager frühling (www.prager-fruehling-magazin.de) ins Leben.

Als sozialpolitische Sprecherin und als Mitstreiterin in der Kontaktstelle für außerparlamentarische Bewegungen konnte ich gemeinsam mit meinen Kolleg/-innen so manches bewirken (siehe meine Bilanz). Doch noch immer gilt es, viel zu erkämpfen. 2009 kandidierte ich zum zweiten Male für den Deutschen Bundestag.

Diesmal von Anbeginn als Spitzenkandidatin der sächsischen Landesliste gewollt und gewählt, war das "Superwahljahr" 2009 eines der anstrengendste Jahre. Schließlich war die Bundestagswahl Ende September die letzte Wahl des Jahres in Sachsen – Kommunalwahl, Europa- und Landtagswahl waren ihr vorangegangen. Zusätzlich zu meinen Verpflichtungen im Freistaat Sachsen, war ich als stellvertretende Parteivorsitzende natürlich auch bundesweit im Einsatz – wurden doch auch in Thüringen, im Saarland und in Brandenburg neue Landtage gewählt.

Die Landtagswahl in Sachsen hat sich dabei auch ganz direkt auf mein Wahlkreisbüro in Dresden ausgewirkt. In den Räumen der WIR-AG in der Dresdner Neustadt hat auch die frisch in den Landtag gewählte Dresdner Abgeordnete Annekatrin Klepsch ihr Domizil aufgeschlagen.

Letztendlich war aber der erneute Einzug in den Bundestag – diesmal zweistellig – wohl das spektakulärste Ereignis für unsere Partei im Jahre 2009. Aber natürlich ist es einerseits eine vollkommen neue Situation, mit einer auf 76 Abgeordnete angewachsenen Fraktion Politik zu machen und andererseits als linke Sozialpolitikerin eine große Herausforderung, gemeinsam mit Grünen und SPD, den Urhebern der Hartz-Gesetze, in der Opposition zu sitzen.

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