20.11.2012

"Sachamanta" – Community Radios in Argentinien

Junge Dokfilmer brauchen Unterstützung

Viviana Uriona, Regisseurin

Am 21.11.2012 läuft in der WIR AG, in der sich auch mein Wahlkreisbüro befindet, ein spannder Dokumentarfilm der argentinischen Filmemacherin Viviana Uriona. Viviana hat den Film mit den Leuten vom Portal "Kameradisten" produziert und ist momentan landauf-landab unterwegs, um ihre Homage an den Kampf der Bauern in Nordargentinien um ihr Land und die ungewöhnlichen Methoden in diesem Kampf vorzustellen. Es soll übrigens eine Fortsetzung des Films geben und die Kameradisten brauchen dafür finanzielle Unterstützung. Die kann man hier leisten - jeder noch so kleine Betrag ist wichtig. Worum es geht:

„Der Norden Argentiniens im Jahre 2000: Auf einem Kongress beschließen die im Movimiento Campesino Santiago del Estero (MoCaSe-Via Campesina) organisierten bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften etwas bis dahin Unerhörtes. Sie werden eigene Radiostationen aufbauen und betreiben. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass die Massenmedien ihre Lebenssituation entweder ignorieren oder verfälschen. Die Campesinos nutzen die fünf Sender, um über die Weite des Landes hinweg unzensiert Botschaften auszutauschen. Die Radios schaffen ein Gemeinschaftsgefühl. Sie stärken den Kampf der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gegen Landraub und Unterdrückung. Und natürlich bringen die fünf Sender endlich auch die Musik der Campesinos.

Viviana Uriona gibt in ihrem Dokumentarfilm den Entrechteten und Widerständigen eine Stimme, nicht eine Interpretation ihrer Narrative, sondern die Möglichkeit – gleichlaufend zur Forderungen nach eigenen Radiostationen – nackt und ungeschützt zu sagen, was ist. Im Film zerschneiden die Bauern in subversiven Akten die Stacheldrahtzäune der Konzerne und gleichzeitig fallen in den Köpfen der Zuschauer die bisher sicher geglaubten Grenzen des Machbaren. Unmögliches scheint greifbar nah.

Der Film macht, Mut gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten zu kämpfen und gemeinsam die Stimme zu erheben, erscheint es noch so aussichtslos. Oder, wie im Film die alte Eloisa mit einem Kopfschütteln sagt: "Mein Mann wollte schon aufgeben. Der Arme!" Quelle: Auszüge aus http://amerika21.de

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