08.05.2012

Blockupy findet statt!

Wir lassen uns nicht kriminalisieren!

Hingehen wo's weh tut – das war die Idee der Initiatoren der Blockupy-Proteste in Frankfurt/Main. Zusammengerauft haben sich Menschen aus verschiedenen Parteien, Gewerkschaften und Verbänden, die es nicht mehr hinnehmen wollten, dass in wohlfeilen Talk-Runden gewichtige Bedenken gegen das Wüten der Großbanken vorgebracht werden oder Herrn Ackermann in Zeitungsspalten mit dem Finger gedroht wird – ohne dass sich an den Zuständen irgendetwas ändert.

Der Protest gegen die Erpressungen der Politik durch die Banken, gegen das Privatisieren von Gewinnen und das Sozialisieren von Verlusten in schwindelerregender Höhe soll dort stattfinden, wo die Gier zu Hause ist, dem Frankfurter Bankenviertel. Dort wo die zynische Spekulation mit echten und vermeintlichen Werten ganze Volkswirtschaften an den Rand des Ruins bringt. Dort, wo die Ersparnisse Millionen kleiner Leute bei Termingeschäften verjubelt werden, wo man noch mit den Riester-Beiträgen der Menschen Roulette spielt und immer abenteuerliche Wertpapierstapel auflegt – das gesammelte Elend der eigenen Geschäftspolitik.

Nun ist passiert, was fast zu erwarten war: In Erwartung von Ach und Weh hat sich die Stadt Frankfurt prophylaktisch Schmerzmittel verordnet und 15 Veranstaltungen des Bündnisses verboten. Es ist ein wirklich starkes Stück: Die Menschen am Protest dagegen hindern zu wollen, dass Wenige das Geld Vieler vernichten und damit ihre Zukunft zu gefährden – das kennt man aus Diktaturen. Aber so bekommt das Wort vom Diktat der Finanzmärkte endlich auch äußerlich nachvollziehbar seinen Sinn.

DIE LINKE wird mit allen juristischen Mitteln gegen die Kriminalisierung der Proteste vorgehen und wir sind zuversichtlich – nein - wir wissen: Blockupy wird stattfinden!

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