06.07.2016

Drei bittere Zahlen, ein Zusammenhang

  1. Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU nach dem Brexit wird in den nächsten zehn Jahren die Wirtschaft um etwa 15 Prozent schrumpfen lassen.
  2. Der Anteil der Langzeiterwerbslosen in Griechenland ist seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 auf 74 Prozent angestiegen. Betroffen ist vor allem die produktivste Altersgruppe von 30 bis 44 Jahren.
  3. Die Zahl der Zweitjobber in Deutschland ist im Jahr 2015 auf 2,5 Millionen angewachsen. Jede*r zwölfte Arbeitnehmer*in (8,1 Prozent) braucht einen Minijob zum Überleben.

Schlussfolgerung: Das neoliberale Dogma der Austerität zerstört die soziale Kohäsion in den betroffenen Gesellschaften, vertieft die Armut auch in der Erwerbsarbeit und spaltet Europa. Die Lösung liegt nicht in der Frage „mehr oder weniger EU?“ und in der Flucht in die Renationalisierung, sondern allein im Einstieg in eine fundamental andere Wirtschafts- und Sozialpolitik. Eine europäische Zukunft jenseits der nationalen Egos gibt es nur, wenn Demokratie und soziale Gerechtigkeit Maxime des politischen Handels werden. Es ist höchste Zeit umzusteuern.

Ausdrucken | Versenden | Seitenanfang

Community

Wer flüchtet schon freiwillig
Manifest LWdZ
Dassmussdrinsein
Mitmachen

Freunde

Blockupy