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Nach dem alle Appelle von Politikerinnen und Politikern,
Juristinnen und Juristen bei der Dresdner Staatsanwaltschaft bislang auf taube
Ohren gestoßen sind, hoffe ich, dass nun nach Vorlage des Rechtsgutachtens des
Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages bezüglich der Anwendung
eines längst für verfassungswidrig erklärten Versammlungsgesetzes endlich
Vernunft in die Dresdner Amtsstuben einzieht.
„Die Norm gilt nunmehr als von Anfang an nicht mehr
existent und kann daher nicht mehr Grundlage strafrechtlicher Ermittlungen und
Verurteilungen sein.“ heißt es in dem Gutachten. Wie deutlich braucht man es in
Dresden noch?
Die sächsischen Verfassungsrichter hatten das Sächsische
Versammlungsgesetz rückwirkend zum 20. Januar 2010 für verfassungswidrig
erklärt. Ich fordere die Einstellung aller mit den Anti-Nazi-Protesten im
Zusammenhang stehenden Strafverfahren. Ein besonderer Skandal in dem
Zusammenhang ist, die Aberkennung der Immunität des sächsischen Fraktionschefs
Andrè Hahn mit den Stimmen der NPD durch schwarz-Gelb.